BPD+DS (Prinzip des Duodenal-Switch)
Mit freundlicher Genehmigung Prof. Dr. R. Weiner, Frankfurt-Sachsenhausen, Stand 2002 (Buch: Neue Chancen bei Adipositas ISBN 3-8304-3049-3)
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Die Technik ist in ihrer Funktion dem BPD gleichwertig, allerdings mit dem Vorteil des Erhalts des Magenpförtners („Pylorus“). Sie wurde von Tom R. DeMeester zur Behandlung des Gallenrefluxes entwickelt. 1988 hat Douglas Hess (Bowling Green, Ohio) als erster Chirurg die Kombination mit dem BPD zur Gewichtsreduktion in „offener Technik“ vorgenommen. Die Ergebnisse beim Gewichtsverlust und der Lebensqualität (Essverhalten) waren überzeugend. Michael Gagner (New York, USA) hat als erster 1999 diese Technik laproskopisch ausgeführt und auf diese Weise 300 Patienten operiert.
Laproskopisch führen derzeit nur 2 Chirurgen die Operation in Europa durch (Spanien, Deutschland) In den USA, Kanada und Australien nimmt diese Technik derzeit sehr stark zu (http://www.duodenalswitch.com). Das Verfahren wird immer beliebter, da es die besten Ergebnisse in der Gewichtsreduktion liefert und eine sehr gute Lebensqualität ermöglicht.
Durchführung der Operation
Der laproskopische Eingriff macht mindestens 6 Trokarzugänge notwendig, die allesamt im Oberbauch und Mittelbauch platziert werden. Beim BPD wird das Fassungsvermögen des Magens ebenfalls mit Hilfe einer Klammernaht reduziert. Wir bevorzugen die Schlauchmagen-Bildung.
Der Eingriff unterscheidet sich vom BPD nur dadurch, dass die Durchtrennung unterhalb des Magenpförtners, also im Bereich des Zwölffingerdarms erfolgt.
