Bioelektrische Impedanzanalyse BIA

  • Was ist eine Bioelektrische Impedanzanalyse BIA
    Bioelektrische Impedanzanalyse BIA

    Die Bioelektrische Impedanzanalyse oder kurz BIA ist eine Analyse von Lebewesen zur Bestimmung des Körperfettanteils und weiterer Kompartimente mittels elektrischer Wechselstromimpulse.Mit einem Schwachstrom wird dabei über zwei Elektroden ein elektromagnetisches Feld im Körper aufgebaut. Über zwei weitere Elektroden im Inneren dieses Feldes an markanten Körperstellen platziert, wird der Spannungsabfall und die Phasenverschiebung der Signalspannung abgemessen.Die Teilwiderstände (Resistanz und Reaktanz ( - Induktion hat keine Bedeutung)) im Wechselstromkreis sind einerseits abhängig vom Volumen und den Verteilungsräumen (intra - extrazellulär) der Körperflüssigkeiten und andererseits von den Kapazitäten der Körperzellmembranen (Kondensatoreffekte der Doppel-Layer-Membranen). So sind alle Änderungen der Körper-Flüssigkeiten in den Verteilungsräumen detektierbar. Als defizitär können die Formeln für die Beschreibung dieser physiologischen und damit dynamischen Situationen bewertet werden, da die Wissenschaftler, dabei vorrangig die Mediziner diese Methode mit relativ statischen Ausgangssituationen vergleichsgemessen bzw. validiert haben. Diese Formeln (multiple Rgeressionsgleichungen aus Studien mit vergleichend analysierten Referenzmethoden) berücksichtigen physiologische Änderungen nur bedingt. So kann der Körperflüssigkeitsgehalt, der im Laufe eines Tages gemessen wird, zwar sehr genau durch die Änderung der Leitfähigkeit (in erster Linie der Resistanz) gemessen werden, doch geht diese Erkenntnis zumeist dadurch verloren, dass die Messperson nicht mit dem jeweils aktuellem Gewicht gemessen wird (welches ebenso, wie der Flüssigkeitsgehalt im Laufe des Tages schwankt). Das bedeutet, dass die Person, die eine BIA-Messung durchführt und interpretieren möchte mit ebendiesen Kenntnissen ausgestattet sein sollte und/oder die Software der Gerätelieferanten ist "intelligent" und erkennt die Situation der Messperson. Das ist bei fast allen BIA-Anbietern nicht der Fall!Besonders bei Endkunden BIA-Geräten ist dies nicht der Fall. Hier erfolgt die Aussage über die Körperzusammensetzung in erster Linie durch das Gewicht. Das scheint dem Endkunden auch bis zu dem Zeitpunkt plausibel wo er seine Lebensgewohnheiten ändert und z.B. eine Gewichtzunahme durch einen Aufbau der Muskulatur erreicht. Spätestens hier versagen die "Analysen" der Billiggeräte, denn diese zeigen bei einer Gewichtzunahme einen höheren Fettanteil an! Fataler und gesundheitlich irreführend, um nicht zu sagen gesundheitsgefährdend ist die umgekehrte Darstellung - besonders weil bei einer Gewichtsreduktion, wenn kein körperliches Training erfolgt in erster Linie "gesunde Substanz" z.B. in Form von Muskelmasse abgebaut wird. Hier zeigen diese Billig-Geräte irreführend einen Abbau von Fett an und motivieren insofern gradezu zu gesundheitsabträglichem Verhalten.Fazit: Was sind Voraussetzungen für eine korrekte Körperanalyse mittels BIA: (der Wichtigkeit nach) 1. Die BIA Messung kann nur mit einer hochwertigen Messtechnik durchgeführt werden 2. Die betreuende Person muß geschult sein 3. Die Software muß etwaige Besonderheiten berücksichtigen können (Völlig unwichtig ist, wie plausibel das Ergebnis der gemessenen Person selbst erscheint!)

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