Malabsorption

  • Was ist eine Malabsorption
    Malabsorption

    Unter Malabsorption versteht man einen krankhaften Zustand, bei dem die Aufnahme von Nahrungsbestandteilen durch die Darmwand in die Lymph- oder Blutbahn (enterale Resorption) vermindert ist.Ursächlich können angeborene Erkrankungen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa und Morbus Crohn, Überempfindlichkeitserkrankungen (Zöliakie, Sprue, Infektionen (z.B. Morbus Whipple) oder postoperative Zustände sein.Erkrankungen, die mit einer Malabasorption einhergehen, werden als Malabsorptionssyndrom (engl.: malapsorbtion syndrom) bezeichnet.Leitsymptome sind Gewichtsverlust, Massenstühle, Muskelschwäche, Haut- und Schleimhautveränderungen und Anämie (Blutarmut).Verschiedene Verfahren der Adipositaschirurgie, der Chirurgie zur Bekämpfung des krankhaften Übergewichts (Adipositas), nutzen die Malabsorption, um krankhaft übergewichtigen Patienten eine nachhaltige Reduktion ihres Übergewichts zu ermöglichen. Bei diesen Patienten wird die Malabsorption durch verschiedene chirurgische Verfahren zur Manipulation des Verdauungstraktes erreicht.

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