ZVK (Zentraler Venenkatheter)

  • Was ist ein ZVK (Zentraler Venenkatheter)
    ZVK (Zentraler Venenkatheter)

    Einen ZVK finden viele Bypass-Patienten nach der OP an ihrem Hals.Der zentrale Venenkatheter ist ein Begriff aus der Medizin. Man bezeichnet damit einen dünnen Plastikschlauch, der in das Venensystem eingeführt wird und dessen Ende zentral, d.h. vor dem rechten Herzen (obere oder untere Hohlvene) zu liegen kommt.Abgekürzt wird der zentrale Venenkatheter als ZVK.Der Vorteil des ZVK ist, dass man über ihn auch hochkonzentrierte Lösungen von Elektrolyten und Nährstoffen zuführen kann. Außerdem kann man über den ZVK auch den ZVD = Zentralvenösen Druck als Anhalt für das intravaskuläre Volumen ( = Blutvolumen) messen. Vorteilhaft für den Patienten ist der größere Bewegungsspielraum und die Vermeidung häufiger Armvenenpunktionen. Nachteilig sind der Aufwand ihn zu legen und die Kosten. Die Komplikationsrate ist bei einem geübten Arzt gering.Bei unklarem Fieber muss der ZVK gewechselt werden. Meist hält ein ZVK nicht länger als 7 bis 10 Tage, dann steigt die Gefahr der Besiedelung mit Keimen. Hieraus können Bakteriämie und Sepsis folgen.Jeder Notarzt und jeder Intensivmediziner sollte einen ZVK legen können.Der ZVK ist eine gute und bewährte medizinische Methode, die vor allem in Krankenhäusern angewandt wird.Es werden heute meist Katheter über die Vena jugularis interna am Hals gelegt, da sie technisch am einfachsten zu legen sind und die Komplikationsrate niedrig ist. Erlernt wird die Methode unter Anleitung eines erfahrenen Arztes, unter Ultraschallsicht und durch Punktionen an der Leiche. Die Kopftieflage des Patienten ist hilfreich für die Punktion, da dann die Halsvenen viel besser gefüllt sind.
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